fernabstimmbarer z-Match

Die 26,6-m-Antenne ist schon nicht schlecht. Es muss aber ein Kirschbaum beschnitten werden (und dort hängt das Ende der Antenne an einem Ast) und es kam das o.k. für einen dritten Mast an der Grundstücksgrenze.

In [1] S. 295 schreibt Max Rüegger, dass ein Draht von 40 … 43 m Länge auf allen Bändern zwischen 80 m und 10 m angepasst werden kann. Das wäre so ungefähr die Länge, die ich unterbringen kann (wieder über Eck). Und eine Endspeisung kommt mir sehr gelegen, weil der erste Mast gleich gegenüber dem Shack in eben dem Baum steht.

Auf der S. 297f. wird ein entsprechendes Anpassgerät beschrieben:

z-match

Schaltung des Antennenkopplers. X1 stellt die Buchse für 80m – 10 m, X2 die für 160 m dar. K2 ist ein Starkstromschütz.

Die beiden Spulen sind Luftspulen, die Drehkondensatoren Luftdrehkondensatoren, wie sie in Röhrenradios benutzt wurden. Da ich mit max. 160 W arbeiten möchte, bin ich davon ausgegangen, dass die Kondensatoren ca. 300-400 V aushalten müssen. Ich habe einfach über eine Feinsicherung 230 V Netzspannung angelegt und geschaut, ob es Überschläge gibt. Da das nicht der Fall war denke ich, dass es klappen sollte.

Das Schütz K2 erdet die Antenne, wenn sie nicht benutzt wird, das Relais K1 stellt eine Umschaltung dar, wenn die Antenne als λ/4-Antenne für 160 m betrieben werden soll.

Als Ausgangsmaterial für die Luftspulen habe ich überlagerte Fotoplatinen genommen, bei denen ich die Kupferschicht weggeätzt habe.

Zumindest der Doppeldrehko C1/C2 wird fernbedient. Hierzu gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: Schrittmotor oder Servo. Bei einem Schrittmotor taucht das Problem auf, dass immer ein definierter Anfangszustand notwendig ist. Ich habe mich erst einmal für den Servo entschieden. Ein normaler Servo, wie er im Modellbau verwendet wird, bringt genügend Kraft auf, um den Drehko zu drehen. Und mehr als 180° Verstellung sind auch nicht notwendig.

Die Ansteuerung des Servos erfolgt durch einen Arduino Nano. Die Datenübertragung könnte über RS485 (mit 2 x MAX485) als Zweidrahtleitung oder eine 2,4-GHz-Funkverbindung erfolgen. Als erste Variante wird die RS485-Verbindung mit der Servosteuerung getestet. Quellcode

Der Servo und Doppeldrehko sind auf einer GFK-Platte befestigt.

Servo mit Drehko

Servo mit Drehko

Die Entwicklung der Hardware erfolgt auf einem Steckbrett und wird mit der endgültigen Software abgestimmt. Änderungen sind dadurch noch leicht möglich. Die Softwareentwicklung erfolgt mit der einfachen und übersichtlichen IDE von Arduino.cc. Sie ist zwar nicht unbedingt das „high-end“-Produkt der Entwicklungsumgebungen, Ressourcen sparend und völlig ausreichend (und läuft sowohl auf dem Mac, wie auch PC).

Steckboard zum Test von Schieberegister, Drehwinkelgeber und LCD-Display.

Literatur

[1] Max Rüegger, HB9ACC: Praxisbuch Antennenbau – Antennentechnik leicht verständlich, 3. Auflage, 2014, Box 73 Amateurfunkservice GmbH
[2] Software Serial RS485 Example: https://arduino-info.wikispaces.com/SoftwareSerialRS485Example [2017-01-18]
[3] Servo Library: https://www.arduino.cc/en/Reference/Servo [2017-01-18]